We’re netborn!

Liebe Leserschaft,

bald erwartet Sie an dieser Stelle Informatives zum Thema Umweltschutz, Ernstes zum Thema Zukunftsvisionen und -aengste und Froehliches zum Thema Austauschfahrt und Jugendbegegnung.

10 Schüler vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium reisten vom 08.-15.Juli 2018 in die Ukraine nach Kiew und Charkiw, um sich dort gemeinsam mit 10 Charkiwer Schülern mit den Folgen des Klimawandels für die eigene und für die Partnerstadt zu befassen. Wir haben uns mit dem Umgang mit Ressourcen, Müll und Energie auseinandergesetzt und dabei überlegt, was wir selber tun können.

Veranstaltet wird das Projekt mit dem Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg und dem Nürnberger Haus in Charkiw. Der Partnerschaftsverein konnte dafür eine großzügige Förderung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland gewinnen und auch Unterstützung von der Stadt Nürnberg bekommen.

Unser Blog zeichnet unsere Eindrücke und Erlebnisse in diesen Tagen auf. Beteiligt daran waren Veronika Gadiatska, Maryna Gollubnicha, Gabriel Hildner und Frank Mittmann.

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Kiew – ein Sommermaerchen

Am 08.07. kamen wir am frühen Nachmittag am Kiewer Flughafen Borispol an und erreichten unser hippes Dream House Hostel im Stadtzentrum nach einer relativ langen Busfahrt. Schnell hatten wir unsere Koffer verstaut und begaben uns ins Stadtzentrum. Wir besichtigen den alten Hafen am Dnjepr (Zuckerwatten-Schlaraffenland) und fuhren mit der hundert Jahre alten Zahnradbahn namens Funikular auf den Wladimirberg in die Oberstadt. Von dort liefen wir weiter zum Maidan und besichtigen eine Gedenkstätte für die dort getöteten friedlichen Demonstranten. Auf dem Weg den Andreashügel hinunter erwarben wir so machen Schatz auf dem Straßenmarkt, um schließlich noch ein zweistündiges ukrainisches Festmahl zu genießen (Ist Rinderzunge ein Festmahl?).

Am nächsten Tag besichtigten wir nach einem höchst informativen Besuch in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung zentrale Orte der orthodoxen Religion wie die Sophien-Kathedrale und deren Glockenturm und das Höhlenkloster Lavra.

Am Abend fuhren wir mit dem Zug nach Charkiw, das wir nach fünf Stunden Fahrt erreichten und wo wir von unseren Gasteltern und Austauschschülern in Empfang genommen wurden.

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Erste Schritte in der multimedialen Welt

Am zweiten Tag lernten wir etwas über das Projekt „Nakipelo“, das die sichtbaren Probleme der Menschheit in Charkiw diskutiert und Videos über sie macht.
Jeder von uns hatte auch die Möglichkeit, ein Video mit Hilfe eines Smartphones zu machen und es unserer Gruppe zu zeigen (Sie können diese Videos unten sehen). Die Gruppe Nakipelo hat uns angeboten, Passanten auf der Straße über Umweltprobleme in Charkiw zu interviewen, und wir waren sehr überrascht, dass viele Menschen nur an uns vorbeiliefen. Danach besuchten wir verschiedene historische Orte, die mit dem Krieg und dem Tod vieler Menschen verbunden sind. Der Eindruck war ziemlich bedrückend, aber es brachte uns zum Nachdenken.

 

 

Alles Gute zum Geburtstag, Laura.

Du hast gestern deinen 15. Geburtstag gefeiert. Wir haben dir eine Überraschung gemacht. Unsere Gruppe hat eine schöne Torte vorbereitet (‚Cause baby you’re a firework) und gesungen. Es war schön und du hast dich sehr gefreut.

Tschernobyl – CTOП

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Ob S oder T (der Künstler war sich da offensichtlich nicht ganz sicher), Tschernobyl muss erneuerbaren Energien weichen.

 

Am Donnerstag, den 12.07 haben wir die sogenannte Tschernobyl-Werkstatt besucht. Die bekanntermaßen verheerende Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26.04.1986 ca. 100km nördlich von Kiew nahe der Grenze zur weißrussischen Sowjetrepublik. Zuerst haben wir einen Vortrag der ehemaligen Liquidatoren angehört, der wie so häufig synchron übersetzt wurde. Liquidatoren sind in diesem Fall Leute die direkt nach dem Unglück die am stärksten verseuchten Dinge um das Kraftwerk entfernten. Wegen der starken Strahlung konnten sie nur weniger als eine Minute arbeiten und sich danach umgehend in Sicherheit begeben. Auch deren Schutzausrüstung war bei weitem nicht ausreichend. Oft haben die Liquidatoren schwere gesundheitliche Probleme bekommen und sind meist früh gestorben. Doch Gott sei Dank nicht alle! Danach hörten wir zwei Vorträge zur Wahrnehmung des Unglücks. Herr Winkler brachte uns die Reaktionen in Deutschland nahe und Herr Gubarjew die in der Sowjetunion. Dabei ist vor allem zu bedenken, dass es damals, anders als bei Fukushima, das erste Atomunglück war, auf welches man daher gar nicht vorbereitet war. Des Weiteren hielten noch zwei deutsche Schüler Vorträge über Umweltschutz, unter anderem über erneuerbare Energien und deren Verbreitung.
Nach der Mittagspause ging es dann mit einem Recycling Workshop weiter, bei dem wir ein Plakat aus selbst ausgeschnittenen und bemalten Zettel erstellten und ein weiteres aus den Resten und Schnipseln der ersten.
Alles in allem sind uns von diesem Tag hauptsächlich die Liquidatoren in Erinnerung geblieben, da sie sehr interessante Zeitzeugenberichte lieferten.

 

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Umweltgebote – Schluss mit Zukuftsangst

 

  1. Ich schalte das Licht aus, wenn ich den Raum verlasse.
  2. Ich öffne Fenster nur, wenn ich die Heizung oder die Klimaanlage abgeschaltet habe.
  3. In der kalten Jahreszeit verzichte ich auf langes Lüften, sondern bediene mich kurzem Stoßlüften.
  4. Weniger Auto fahren, sondern mehr laufen oder Fahrrad fahren.
  5. Neue Baeume Pflanzen.
  6. Recyceltes Papier verwenden.

 

  1. Я выключаю свет, когда покидаю комнату.
  2. Я открываю окно только тогда, если отопление или кондиционер выключены.
  3. В холодное время года я не открываю все окна и двери сразу, а проветриваю комнату постепенно.
  4. Вместо того чтоб использовать автомобиль, я езжу на велосипеде или хожу пешком.
  5. Сажаю новые деревья.
  6. Использую переработанную бумагу.

 

 

Instagram: @stepaschaa