Jetzt bei uns in Nürnberg! Willkommen liebe Charkiwerinnen und Charkiwer!

Die 2. deutsch-ukrainische Schülerbegegnung zum Thema „Klima und Umweltschutz in unserer Stadt“ fand vom 03.11.-11.11.2018 in Nürnberg statt.
10 Charkiwer Schülerinnen und Schüler feierten mit ihren 10 deutschen Freundinnen und Freunden vom Sigmund Schuckert Gymnasium ein glückliches Wiedersehen. Nun wohnten die Charkiwer Gäste in den deutschen Familien, lernten die Schule kennen und nahmen 2 Tage am Unterricht teil.
Beim Runden Tisch Ukraine am 05.11.2018 im Foyer des Internationalen Hauses präsentierten die Schüler das Projekt. Zu den zahlreichen Besuchern zählten auch der Generalkonsul der Ukraine Yuriy Yarmilko und eine offizielle Delegation aus Charkiw. Die ukrainischen Schüler begeisterten das Publikum nicht nur mit kreativen Darbietungen zum Umweltschutz in Charkiw, sondern auch durch hervorragende Deutschkenntnisse. An Miniprojekten wurde ebenfalls wieder gemeinsam gut gearbeitet: im Laufe der Woche entstand eine Textdokumentation, eine Umfrage zum Umweltverhalten der Schüler am Sigmund Schuckert Gymnasium, 2 Videofilme und wunderbare Fotos zum Thema „Mensch und Natur“. Die Ergebnisse haben wir in diesen Blog aufgenommen.

1. Batterierecycling in Charkiw

2. Fotos zum Träumen:

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Liebes Tagebuch … Auszüge aus einem ukrainisch-deutschen Herbsterleben

03.11.2018 Samstag   und  04.11.2018 Sonntag

Vadim Marchenko

Am Samstag um 9:40 Uhr haben wir einen Flug nach München genommen. Es dauerte etwa zwei Stunden. Das war mein erster Flug, der hat uns sehr gefallen. Als wir in München angekommen sind, wurden wir von den Vertretern des Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg herzlich empfangen. Dann sind wir mit dem U-Bahn und Straßenbahn zum Hostel gekommen und haben alle Sachen dort gelassen. Auch an diesem Tag hatten wir schnell gegessen und mit Matthias Weiß eine Exkursion durch München unternommen. Matthias Weiß erzählte uns viel über die Olympischen Spiele von 1972 in München. Interesssant war auch, dass es während der gesamten Führung stets den Bezug zu den Umweltthemen gab, so haben wir auch bei einer Autoausstellung ein e-Auto gesehen. Die Architektur der Stadt hat mich ebenfalls sehr beeindruckt. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr sollten wir schon auf dem Hauptbahnhof sind. Deswegen sind wir um 7 Uhr aufgestanden. Um 11 Uhr sind wir am Nürnberger Hauptbahnhof angekommen. Auf dem Bahnhof haben schon alle deutschen Freunde auf uns gewartet. Das Treffen bereitete uns viel Spaß! Auch hatten wir alle zusammen gegessen und viele Sehenswürdigkeiten von Nürnberg gesehen. Das war ein wunderbarer Tag mit vielen neuen Eindrücken.

05.11.2018 Montag

Franziska Fesl

Heute waren die Ukrainer bei uns in der Schule, aber wir hatten keinen Unterricht. Wir machten eine Schulführung. Nach der Pause bereiteten wir die Präsentationen für den Abend vor und bildeten Gruppen für unsere Miniprojekte. Nachmittags sprachen wir im internationalen Haus mit Karin Gleixner über die internationale Zusammenarbeit bei Energieeffizienz und Klimaschutz. Anschließend stellten wir vielen Leuten in Form einer Präsentation vor, was wir in der Ukraine gemacht hatten.

06.11.2018 Dienstag

Anastasia Gratz

Am Dienstag haben die ukrainischen Schüler in den Klassen ihrer deutschen Freunde hospitiert. Am Nachmittag ging es dann in den Nürnberger Stadtteil Gostenhof. Dort ging es für uns darum, was jeder einzelne tun kann, um weniger Müll zu produzieren. Wie es gehen könnte, zeigte uns das Gespräch mit der Minimalistin Anne Tieseler, die nach dem Konzept „ZeroWaste“ lebt. Sie und ihre dreiköpfige Familie vermeiden nach Möglichkeit jeglichen Müll. Selbst Deo und Creme stellt Anne Tieseler selbst her. Zum Beispiel wie man selbst Deo oder Seife herstellen kann. Das zeigte sie uns auch in den Räumlichkeiten des Kulturfördervereins „Nordkurve“. In knapp einem Jahr produzierte ihre Familie gerade mal so viel Müll, wie es in ein Drei-Liter-Glas passt. Das war sehr beeindruckend!

Davor besuchten wir den Laden „ZeroHero“, in dem Sachen, wie Nahrungsmittel, Waschmittel usw. unverpackt verkauft werden, was ein großer Vorteil für die Natur und die Schonung der Umwelt ist.

Wir bekamen sehr interessante Tipps, wie man Müll reduzieren könnte.

07.11.2018  Mittwoch

Berat Keles

Am Mittwochvormittag war wieder Unterricht angesagt, danach arbeiteten wir an unseren Mini-Projekten. Am Nachmittag besuchten wir den Nürnberger Energieversorger „N-Ergie“. Dabei ging es um sehr viele Themen, wie Energieerzeugung, Energieverteilung und
Energiespeicherung sowie E-Mobilität und Energiesparen. Anschließend besichtigten wir das N-Ergie-Centrum, in dem sich Kunden beraten lassen können, wie sie Energie daheim einsparen können. Es war aufregend und spannend, sehr viel über die Aktiengesellschaft zu erfahren.

Wir bekamen ebenfalls sehr viele Tipps, wie man selbst Energie und Wärme gewinnen und sparen kann.

09.11.2018 Donnerstag

Andrey Miroschnitschenko

Der Tag hat für die ukrainischen Schüler mit dem Besuch des Dokumentationszentrums begonnen.

Während des Ausflugs haben wir viele Informationen und Eindrücke bekommen.

Danach haben wir am Programm „Gegen den Nationalsozialismus: die Menschenrechte“ teilgenommen. Am Nachmittag gab es ein Gespräch bei SÖR (Service Öffentlicher Raum) zum Thema „Grün wertschätzen“. Dort haben wir Interessantes über den Unterschied zwischen Umweltschutz und Naturschutz erfahren.

10.11.2018 Freitag

Alexej Ryndin

Ich habe im Voraus mit dem Tagebuch angefangen und habe mir es so vorgestellt, dass wir zuerst in die Schule kommen, dort arbeiten wir an unseren Mini-Projekten in der ersten und zweiten Stunden. Dann fahren nur die ukrainischen Schüler zum Hans-Sachs-Platz. Danach haben wir ein Treffen mit Klaus Köppel und wir diskutieren zum Thema „Was macht das Umweltamt in Nürnberg und wie geht europäische Zusammenarbeit beim Klimaschutz?“ Später fahren wir zum Südpunkt und dort essen wir. Danach wird uns der Südpunkt als Passivhaus und als Kulturzentrum gezeigt. Nun erzähle ich, wie unser Eindruck so war. Bei der Präsentation über das Umweltamt wurden uns dessen Aufgaben erläutert und näher gebracht. So haben wir erfahren, wie die Stadtplanung im Blick auf den Umwelt-, Naturschutz und die Grünflächen funktioniert. Auch dazu wurden viele Beispiele genannt. Unter anderem auch zum Dieselproblem, das sich in Nürnberg jedoch nur in einer Straße auswirkt. Das Passivhaus Südpunkt empfinde ich als sehr modern. Ich habe gehört, dass es aber 17 Millionen Euro gekostet hat, was mehr als 500 Millionen Hriwna entspricht. Eine unvorstellbar hohe Summe, die aber auch einen Fortschritt im Umweltschutz gebracht hat. Der Aufenthalt im Südpunkt hat uns allgemein sehr gefallen.

We’re netborn!

Liebe Leserschaft,

bald erwartet Sie an dieser Stelle Informatives zum Thema Umweltschutz, Ernstes zum Thema Zukunftsvisionen und -aengste und Froehliches zum Thema Austauschfahrt und Jugendbegegnung.

10 Schüler vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium reisten vom 08.-15.Juli 2018 in die Ukraine nach Kiew und Charkiw, um sich dort gemeinsam mit 10 Charkiwer Schülern mit den Folgen des Klimawandels für die eigene und für die Partnerstadt zu befassen. Wir haben uns mit dem Umgang mit Ressourcen, Müll und Energie auseinandergesetzt und dabei überlegt, was wir selber tun können.

Veranstaltet wird das Projekt mit dem Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg und dem Nürnberger Haus in Charkiw. Der Partnerschaftsverein konnte dafür eine großzügige Förderung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland gewinnen und auch Unterstützung von der Stadt Nürnberg bekommen.

Unser Blog zeichnet unsere Eindrücke und Erlebnisse in diesen Tagen auf. Beteiligt daran waren Veronika Gadiatska, Maryna Gollubnicha, Gabriel Hildner und Frank Mittmann.

93212030

Kiew – ein Sommermaerchen

Am 08.07. kamen wir am frühen Nachmittag am Kiewer Flughafen Borispol an und erreichten unser hippes Dream House Hostel im Stadtzentrum nach einer relativ langen Busfahrt. Schnell hatten wir unsere Koffer verstaut und begaben uns ins Stadtzentrum. Wir besichtigen den alten Hafen am Dnjepr (Zuckerwatten-Schlaraffenland) und fuhren mit der hundert Jahre alten Zahnradbahn namens Funikular auf den Wladimirberg in die Oberstadt. Von dort liefen wir weiter zum Maidan und besichtigen eine Gedenkstätte für die dort getöteten friedlichen Demonstranten. Auf dem Weg den Andreashügel hinunter erwarben wir so machen Schatz auf dem Straßenmarkt, um schließlich noch ein zweistündiges ukrainisches Festmahl zu genießen (Ist Rinderzunge ein Festmahl?).

Am nächsten Tag besichtigten wir nach einem höchst informativen Besuch in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung zentrale Orte der orthodoxen Religion wie die Sophien-Kathedrale und deren Glockenturm und das Höhlenkloster Lavra.

Am Abend fuhren wir mit dem Zug nach Charkiw, das wir nach fünf Stunden Fahrt erreichten und wo wir von unseren Gasteltern und Austauschschülern in Empfang genommen wurden.

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